EU-Kommission lädt Elder Patrick Kearon zu Treffen mit ranghohen religiösen Würdenträgern ein

EU-Kommission lädt Elder Patrick Kearon zu Treffen mit ranghohen religiösen Würdenträgern ein

Aktuelles

An einem Treffen ranghoher Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften aus ganz Europa, darunter christliche, muslimische und jüdische Glaubensgemeinschaften, nahm auch Elder Patrick Kearon, Präsident des Gebiets Europa der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, teil. Gemeinsam erörterte man am 29. November 2016 das Thema "Migration, Integration und europäische Werte - unseren Werten durch konkrete Maßnahmen Geltung verschaffen".

 

Das diesjährige Treffen fand im Rahmen des fortlaufenden Dialogs der Europäischen Kommission mit Kirchen und religiösen Vereinigungen statt. Ausgerichtet wurde es von Frans Timmermans, dem Ersten Vizepräsidenten der Europäischen Kommission. Neben ranghohen religiösen Würdenträgern nahmen auch Vertreter der EU daran teil. Seit das EU-Büro der Kirche 2013 in Brüssel eröffnet wurde, hat nun bereits zum dritten Mal in Folge ein Vertreter der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage an dem jährlichen Treffen teilgenommen.

Elder Kearon sagte über die Einladung zum diesjährigen Treffen:

"Seit dem Treffen im vergangenen Jahr legen wir den Mitgliedern der Kirche in Europa immer wieder ans Herz, sich der Flüchtlinge anzunehmen. Wir haben bemerkt, dass die Einstellung unserer Mitglieder gegenüber Flüchtlingen ganz entscheidend von der Art und Weise abhängt, wie sie sich um sie kümmern. Wenn man nämlich persönlich mit jemandem Umgang pflegt und ihm hilft, schließt man ihn ins Herz, und genau das ist geschehen."

Der Erste Vizepräsident Timmermans erörterte mit den Teilnehmern, vor welchen Herausforderungen die Europäische Union derzeit steht und welche Chancen sich ihr bieten. Unter anderem wurden folgende Themen diskutiert: 1.) Gesellschaften in Europa und die Integration von Migranten, 2.) gesellschaftliche Herausforderungen, die auf die Wirtschafts- und die Flüchtlingskrise zurückzuführen sind, und 3.) wie sich das Vertrauen in die Gesellschaft, in Institutionen und auf Solidarität wiederherstellen lässt.

Richtschnur bei dem Gespräch waren die Vorschläge für Maßnahmen, die im Aktionsplan der Europäischen Kommission zur Integration Drittstaatsangehöriger dargelegt sind. Man sprach besonders über Werte, mit denen man sich in Europa identifiziert, und darüber, wie man diesen zielgerichtet Geltung verschaffen kann.

Elder Kearon erklärte mit Blick auf die Werte Glaube, Familie und Religionsfreiheit sowie die wichtige Rolle, die die Menschenwürde und der Respekt unseren Mitmenschen gegenüber bei der Gestaltung von EU-Richtlinien spielen sollte:

"Gerade wir als religiöse Führer können doch unsere Mitglieder sehr gut dazu anhalten, anderen zu helfen und sie herzlich willkommen zu heißen. Dann werden mit der Zeit auch die Werte, die uns viel bedeuten, eher akzeptiert. Dass man ein Flüchtling ist, sagt überhaupt nichts darüber aus, wie man als Mensch ist. Ein Flüchtling ist man ja nur vorübergehend. Es ist schon sehr befriedigend, wenn man etwas macht, was für einen Menschen in größter Not unmittelbar von Wert ist!" Elder Kearon berichtete den religiösen Führern und den Vertretern der Europäischen Kommission darüber, welche Erfahrungen die Kirche bei der Zusammenarbeit mit anderen Glaubensgemeinschaften, Regierungen und nichtstaatlichen Organisationen gesammelt hat, wenn es um die Integration derer ging, die alles verloren haben. Zum Schluss sagte Elder Kearon: "Ich möchte heute dafür plädieren, dass wir unsere Glaubensbrüder und -schwestern auffordern, sich ihrer Mitmenschen anzunehmen und ihnen beizustehen."

        

Im Vertrag von Lissabon ist seit 2009 der offene, transparente und regelmäßige Dialog mit Kirchen, Religionsgemeinschaften, weltanschaulichen und nichtkonfessionellen Gemeinschaften als Primärrecht verankert (Art. 17 AEUV).

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, eine christliche Gemeinschaft mit einer halben Million Mitglieder in Europa, arbeitet wo immer es möglich ist mit politischen und institutionellen Einrichtungen zusammen. Sie geht aktiv auf international tätige NGOs, religiöse Vereinigungen und die bürgerliche Gesellschaft zu.

Näheres zur Arbeit des EU-Büros der Kirche in Brüssel findet man auf dessen Facebook-Seite: www.facebook.com/MormonsEU.

Hinweis an Journalisten:Bitte verwenden Sie bei der Berichterstattung über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bei deren ersten Nennung den vollständigen Namen der Kirche. Weitere Informationen hierzu im Bereich Name der Kirche.