Neue Präsidentin der Frauenhilfsvereinigung der Mormonen spricht vor den Vereinten Nationen

Neue Präsidentin der Frauenhilfsvereinigung der Mormonen spricht vor den Vereinten Nationen

Gespräch über humanitäre Hilfe bei interreligiöser Podiumsdiskussion

Aktuelles

Schwester Jean B. Bingham, die neue Präsidentin der Frauenhilfsvereinigung der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, sprach am Donnerstag, den 13. April 2017, in New York bei einer Podiumsdiskussion der Reihe "Focus on Faith" (Religion im Blickpunkt) der UN mit Religionsvertretern über die von der Kirche geleistete humanitäre Hilfe. Die jährliche Informationsveranstaltung wurde von der Hauptabteilung Presse und Information der Vereinten Nationen ausgerichtet.

 

"Es ist mir eine Ehre, heute hier zu sein und darüber zu sprechen, welche Rolle religiöse Organisationen dabei spielen, weltweit das Leid von Menschen zu lindern und ihre Fähigkeiten zu stärken, und zwar besonders derer, die am verletzlichsten sind", sagte Schwester Bingham, die an der Spitze der mehr als 7,1 Millionen Frauen in der Kirche steht. Die vor 175 Jahren gegründete Frauenhilfsvereinigung gilt als eine der ältesten und größten Frauenorganisationen der Welt. 

Schwester Bingham ist erst kürzlich von einem Besuch des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) in Uganda zurückgekehrt, bei dem sie ihre Erste Ratgeberin begleitet hatte, Schwester Sharon Eubank, die Leiterin der LDS Charities. Auch sie war in New York mit von der Partie. Im März hatten die beiden leitenden Vertreterinnen der Kirche das Flüchtlingslager Bidi Bidi besucht, eines der größten weltweit. Die Flüchtlinge dort kommen aus dem Südsudan und aus angrenzenden afrikanischen Ländern, in denen politische Unruhen und Dürre herrschen.

Schwester Bingham verwies kurz auf die Mormonenpioniere, die auf der Flucht vor Verfolgung in den Vierzigerjahren des 19. Jahrhunderts in den Westen Nordamerikas zogen, und erwähnte auch die Gründung des weltweit operierenden humanitären Hilfswerks der Kirche 1985 anlässlich einer Hungersnot in Ostafrika. Seit 1985 haben die LDS Charities in 189 Ländern Hilfe im Wert von 1,89 Milliarden Dollar geleistet.

Die LDS Charities, das Hilfswerk der Kirche, haben bereits alle neun von der US-Regierung anerkannten Flüchtlingsorganisationen unterstützt. Sechs davon werden von einer Glaubensgemeinschaft getragen.

Schwester Bingham sagte: "Unsere Glaubensansichten und Überzeugungen mögen unterschiedlich sein, aber in unserem Einsatz für eine höhere Sache stehen wir mit anderen Religionen zusammen, denn diese Sache steht über unseren persönlichen Interessen und bewegt uns dazu, für unsere Mitmenschen unsere Mittel, unsere Zeit und unsere Kraft aufzuwenden."

Die Podiumsdiskussion zur Flüchtlings- und Integrationspolitik wurde von Caryl Stern, der Präsidentin und Geschäftsführerin von UNICEF USA, moderiert. Auf dem Podium saßen neben Schwester Bingham Anwar Khan, Geschäftsführer von Islamic Relief USA (das muslimische Hilfswerk in den USA), Barbara Day, Leiterin der Abteilung für Umsiedlung im Amt für Bevölkerung, Flüchtlinge und Migration des US-Außenministeriums, Reverend E. Mark Stevenson, Direktor der Episcopal Migration Ministries (das Flüchtlingswerk der Episkopalkirche), und Abdul Saboor, ein Flüchtling, der von den Episcopal Migration Ministries unterstützt wurde.

"Schwester Bingham ist vermutlich die höchstrangige Vertreterin der Kirche, die jemals vor den Vereinten Nationen gesprochen hat", merkte Schwester Eubank an. "Es hat mich sehr bewegt, sie mit den anderen Sprechern reden zu hören und wie sich alle in ihrer Arbeit gegenseitig bestärkt haben. Ich saß dort im Publikum und bekam Gänsehaut bei dem Gedanken, dass dort die Frauenhilfsvereinigung vertreten war."

Am Mittwoch nahmen die beiden Führerinnen der Frauenhilfsvereinigung an einem Mittagessen für Diplomatinnen teil und fuhren anschließend auf die andere Seite des Hudson River, um bei einer Versammlung von Mitgliedern der Kirche und eingeladenen Gästen in Newark in New Jersey zu sprechen.

1080p-Video der vollständigen Podiumsdiskussion (für Journalisten, zum Herunterladen)

"Religionsgruppen können schneller eine Infrastruktur aufbauen als Regierungen", sagte Schwester Eubank.

Seit über 20 Jahren unterstützt die Kirche UNICEF und führt gemeinsame Projekte durch. Mit UNICEF als Partner versorgt die Kirche weltweit Kinder mit Impfungen, Bildung und anderem Notwendigen.

Hinweis an Journalisten:Bitte verwenden Sie bei der Berichterstattung über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bei deren ersten Nennung den vollständigen Namen der Kirche. Weitere Informationen hierzu im Bereich Name der Kirche.