Christliche Grundsätze für zuhause zentrales Thema bei der Generalkonferenz der Kirche Jesu Christi

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Die Generalkonferenz, die am 6. und 7. Oktober in Salt Lake City stattfand, war für über 16 Millionen Heilige der Letzten Tage in aller Welt ein Anlass, sich erneut den Lehren Jesu Christi zu verpflichten. Darauf legten Russell M. Nelson, der Präsident der Kirche Jesu Christi, und andere in ihren Ansprachen großen Wert. Mitglieder der Kirche in ganz Europa nahmen von zuhause aus übers Internet oder in Gemeindehäusern an den Konferenzversammlungen teil.

 

Präsident Nelson unterstrich, wie wichtig es ist, den korrekten Namen der Kirche zu verwenden und sich an christliche Grundsätze zu halten. Bei der Versammlung am Sonntagvormittag sagte er: „Ein Großteil der Welt weiß derzeit nicht, dass sich hinter dem Begriff ‚Mormonenkirche‘ die Kirche des Herrn verbirgt. Wir als Mitglieder der Kirche des Herrn wissen jedoch, wer ihr Oberhaupt ist: Jesus Christus selbst. …

Wenn wir unser Bestes geben, um den richtigen Namen der Kirche des Herrn wiederherzustellen, wird er, dessen Kirche es ist, seine Macht und seine Segnungen auf das Haupt der Heiligen der Letzten Tage ausgießen wie nie zuvor“, so Präsident Nelson. „Die Erkenntnis und die Macht Gottes werden uns helfen, jeder Nation, jedem Geschlecht, jeder Sprache und jedem Volk die Segnungen des wiederhergestellten Evangeliums Jesu Christi zu bringen und die Welt auf das Zweite Kommen des Herrn vorzubereiten.“

Ganz im Sinne der Worte von Präsident Nelson benennt sich der weltbekannte Mormon Tabernacle Choir in „The Tabernacle Choir at Temple Square“ (Tabernakelchor am Tempelplatz) um. Ron Jarrett, Präsident des Chores, sagte dazu: „Wir haben schon immer nach vorn geschaut, und wir konzentrieren uns auf das, was sich nicht ändert: erstklassiges musikalisches Können, inspirierende Bearbeitungen und Konzerte und unsere wöchentliche Sendung ‚Music and the Spoken Word‘, womit wir eine Tradition fortsetzen, die vor über 90 Jahren ihren Anfang nahm.“

Zudem hat die Kirche ein neues Gleichgewicht zwischen dem Evangeliumsunterricht zu Hause und dem in der Kirche angekündigt. So ändert sich der Ablauf der sonntäglichen Versammlungen in den Gemeindehäusern der Kirche Jesu Christi. Gottesdienst und Unterricht beanspruchen künftig zwei Stunden. In diesem Zusammenhang wurde ein auf das Zuhause ausgerichteter und von der Kirche unterstützter Plan ausgearbeitet, wie die Lehre vermittelt, der Glaube gefestigt und die Gottesverehrung sowohl des Einzelnen als auch der Familie gefördert und gestärkt werden soll.

Außerdem wurden zwölf neue Tempel angekündigt, und zwar für die Orte Mendoza in Argentinien, Salvador in Brasilien, Yuba City in Kalifornien, Phnom Penh in Kambodscha, Praia in Kap Verde, Yigo in Guam, Puebla in Mexiko, Auckland in Neuseeland, Lagos in Nigeria, Davao in den Philippinen, San Juan in Puerto Rico und Washington County in Utah. Für Mitglieder der Kirche Jesu Christi sind Tempel das „Haus des Herrn“, die heiligsten Stätten auf Erden. Tempel unterscheiden sich stark von den tausenden Gemeindehäusern in aller Welt, die für den Gottesdienst am Sonntag genutzt werden.

Bei der weltweiten Schwesternversammlung riet Joy D. Jones, die Präsidentin der Primarvereinigung (Kinderorganisation der Kirche), den Frauen mit Nachdruck, sich bei allem, was sie für die Familie, Freunde, Bekannte, Nachbarn und in der Kirche tun, vemehrt darauf zu besinnen, warum sie es tun. „Wenn wir unseren Blick darauf richten, was Gott alles für uns getan hat, entspringt unser Dienen einem dankbaren Herzen“, sagte sie. „Sind wir weniger darauf bedacht, was wir durch unser Dienen gewinnen, erkennen wir, dass der Schwerpunkt unseres Dienens darauf liegt, Gott an die erste Stelle zu setzen.“ Sie sagte weiter: „Bei allen Aufgaben, die anfallen, können wir Gott verherrlichen. … Wenn es unser wichtigstes Anliegen wird, Gott zu dienen, verlieren wir uns selbst, werden uns schließlich aber finden.“

In seinen Schlussbemerkungen forderte Präsident Russell M. Nelson die Mitglieder der Kirche auf, „sich an den Worten des Herrn [zu] weiden und seine Lehren in [ihrem] Leben in die Tat um[zu]setzen“. Außerdem sagte er: „Ich versichere Ihnen, dass in der Kirche noch immer Offenbarung empfangen wird und dies auch so bleibt … Ich segne Sie mit vermehrtem Glauben an Gott und sein heiliges Werk, und mit Glauben und Geduld, Ihre individuellen Herausforderungen im Leben zu ertragen.“

Die ersten Missionare der Kirche kamen 1837 nach Europa. Inzwischen gibt es in Europa über mehr als eine halbe Million Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Diese verteilen sich auf über 40 Länder und Territorien.

Hinweis an Journalisten:Bitte verwenden Sie bei der Berichterstattung über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bei deren ersten Nennung den vollständigen Namen der Kirche. Weitere Informationen hierzu im Bereich Name der Kirche.