Viele Schweizer Herzen durch Präsident Monson berührt

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Bern, 5. Januar 2018 (YW): Die Schweizer Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage erlebten den kürzlich verstorbenen Präsidenten der Kirche, Thomas S. Monson, in den fünf Jahrzehnten seines Dienstes als humorvollen und packenden Redner, als liebevollen Freund und insbesondere als beispielhaften Nachfolger Jesu Christi. Seine Reisen führten ihn regelmässig in die Schweiz. Hans B. Ringger, ein verstorbener Schweizer Oberst und hoher Führungsbeamter der Kirche war für Präsident Monson eine besondere Hilfe, als es um den Aufbau der Kirche in Osteuropa ging. Übrigens: Pralinen der Zürcher Confiserie Teuscher haben es ihm besonders angetan.

Pflichtbewusst erfüllte ein junger Mann 1970 seinen Türdienst im Innern des Zürcher Kirchengebäudes und liess ab einer bestimmten Zeit keine Besucher mehr hinein. Man wollte beim Eintritt des besuchenden Apostels kein Geläuf haben. Da drückte plötzlich jemand von aussen die Klinke stark nach unten. Der junge Mann wehrte sich mit aller Kraft dagegen, doch als der Aussenstehende nicht locker liess, konnte er dem Druck schliesslich nicht mehr widerstehen. In der Tür stand der damalige Apostel Thomas S. Monson mit einem breiten Lachen und zwinkerte dem jungen Mann verständnisvoll zu. Der junge Mann konnte nicht ahnen, dass er dem zukünftigen Präsidenten der Kirche den Eingang ins Gebäude verwehrt hatte, aber die Freundlichkeit und der Humor des besuchenden Apostels haben bis heute einen bleibenden Eindruck in seinem Herzen hinterlassen.

 

Apostel Monson hatte damals den Auftrag, die Präsidentschaft des Pfahles Zürich (Kirchenbezirk) zu reorganisieren. Er berief den Architekten Hans B. Ringger zum neuen Pfahlpräsidenten. Nicht wissen konnte Apostel Monson damals, dass dieser Zürcher Kirchenführer und hoher Offizier der Schweizer Armee fast zwei Jahrzehnte später ein enger und besonders hilfreicher Gefährte beim Aufbau der Kirche in Osteuropa werden würde. Das Netzwerk, welches Hans B. Ringger als Bürger der neutralen Schweiz in Politik, Armee und Wirtschaft über die Jahre hinweg aufgebaut hatte, erwies sich bei den Bemühungen der Kirche um bessere Beziehungen zu den Ländern des damaligen „Ostblocks“, insbesondere zur DDR, als sehr hilfreich. Oft begleitete er Apostel Monson oder andere Kirchenführer auf ihren Reisen in die DDR und wirkte immer wieder als Türöffner für die Anliegen der Kirche. Die Freundschaft zwischen Thomas S. Monson und der Schweiz nahm mit der Einsetzung von Hans. B. Ringger als Pfahlpräsident 1970 in Zürich ihren Anfang.

In den darauf folgenden Jahren konnte Präsident Monson – nun ein Mitglied der Ersten Präsidentschaft, des höchsten Führungsgremiums der Kirche, – den Kontakt bei zahlreichen Besuchen in den 1980er und 1990er-Jahren vertiefen. In ganz besonderer Erinnerung bleibt sein Besuch anlässlich der Wieder-Weihung des Schweizer Tempels in Zollikofen bei Bern. Nach einer längeren Umbau- und Rennovationsphase kamen Tausende Mitglieder aus ganz Europa zusammen, um in mehreren Sessionen der Wieder-Weihung durch die beiden Mitglieder der Ersten Präsidentschaft, Gordon B. Hinckley und Thomas S. Monson beizuwohnen. Die Chorleiterin aus Zürich erinnert sich: „Der Tempelchor, den ich leiten durfte, sang an der letzten Session, die von Präsident Monson geleitet wurde. Wir waren 26 Sänger/innen. Obwohl wir ein paar Fehler gemacht haben, war ich mit dem musikalischen Klang und dem Einsatz der Singenden sehr zufrieden. Viele gaben ihrer Freude Ausdruck und Präsident Monson soll gesagt haben, dieser Chor habe den Geist der Versammlung am besten positiv beeinflusst.”

Eine besondere Überraschung wartete im September 1997 auf den damaligen Zürcher Pfahlpräsidenten Robert Koch. Um 08:30 Uhr erhielt er einen unerwarteten Telefonanruf aus Frankfurt: Präsident Monson würde am Mittag - also in etwa drei Stunden - am Flughafen Zürich ankommen. Es brauche keine Information an die Mitglieder und auch keinen offiziellen Empfang. Der Kirchenführer würde einfach nur gerne "mit dem Zug durch die schöne Schweiz fahren“. Ob es möglich sei, ihn vom Flughafen zum Hauptbahnhof zu begleiten. Der Reiseplan war so gestaltet, dass die Schweizer Delegation eine ganze Weile mit Präsident Monson zusammen sein konnte. Auch diese kurze Begegnung hat sich bei den Betroffenen mit grosser Freude ins Herz eingebrannt.

Bei jener Reise schwärmte Präsident Monson übrigens auch von der Schokolade der Confiserie Teuscher, die er bei früheren Besuchen kennenlernte und die er zu seinen Lieblingspralinen zählte. Auch wenn es in den letzten Jahren keine offiziellen Besuche in die Schweiz mehr gab, auf die Pralinen von Teuscher musste er nicht ganz verzichten. Robert Koch brachte ihm 2013 anlässlich einer Schulung am Hauptsitz in Salt Lake City eine kleine Schachtel mit, was einmal mehr von Präsident Monson mit seinem herzhaften und breiten Lachen verdankt wurde.

Wer auch immer die Gelegenheit hatte, Präsident Monson zuzuhören oder sich mit ihm auszutauschen, spürte rasch, dass er ein Mann war, der nicht nur mit Überzeugung über Jesus Christus sprach, sondern auch Seinem Beispiel mit aller Kraft nachfolgte und den Menschen mit grosser Liebe und einem offenen Herzen begegnete und sie stärkte.

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